Kreispokalsieg 2005
Sonntag, 1. Mai 2005: Das Pokalfinale zwischen dem TBV 08 Thum und dem FC Greifenstein 04-Ehrenfriedersdorf steht kurz bevor.
Seit Ostern konnte der TBV keinen einzigen Sieg einfahren. Es sei eine Kopfsache, hieß es. Also kam es in Folge dessen zu einer
Aussprache zwischen Mannschaft und der Führungsetage. Das hat der Mannschaft scheinbar gut getan. Seit langem sprachen einige Spieler
vor der Partie von einem kribbeln im Bauch.
Dies hat den Mannen der gegnerischen Mannschaft anscheinend gefehlt. Denn die Hegewald-Elf stand glänzend und spielte diszipliniert.
Die Ehrenfriedersdorfer konnten nicht, wie gewollt, einen schnellen Treffer landen. Das war den Thumern in den vorangegangenen Ligaspielen
zum Verhängnis geworden. Das erste Tor der Begegnung markierte Dirk Richter, der in der 29. Minute aus etwa zehn Metern abzog. Der Ball
hüpfte fröhlich über den Rasen und letztlich auch über die Torlinie zum 1:0.
Die Thumer Mannschaft legte aber gleich wieder den Rückwärtsgang ein und verteidigte so die Führung bis zur 40. Minute. Daniel
Richter vom FCG kam zu Fall. Schiedsrichter Wagler aus Crottendorf wollte weiter spielen. Sein Assistent an der Linie hatte aber ein
Foul wahrgenommen, das Wagler mit einem Strafstoß ahntet. Lars Ihle glich zum 1:1-Halbzeitstand aus. Mit dem
Schlusspfiff vergab Mike Schaarschmidt eine Großchance.
Die zweite Hälfte begann der TBV ähnlich druckvoll und nach 12 Minuten gingen unsere Thumer erneu in Führung. Ein Foul von Lars
Ihle wurde mit Gelb bestraft und bescherte Thum einen Freistoß. Dirk Richter gab den Ball in den Strafraum, wo FCG-Spieler T. Albert
unhaltbar für seinen Tormann zum 2:1 einköpfte. Eine unschöne Szene, die man so ähnlich nur aus Mailänder Stadien
kennt, gab Wagler in der 66. Anlass die Partie für zwei Minuten zu unterbrechen. Im Fanblock des FC wurden Rauchbomben gezündet.
Zu dieser Zeit wurde die Mannschaft aus Ehrenfriedersdorf allmählich müde. Ihr Trainer André Schneider machte gegenüber dem
Schiedsrichtergespann ausfällige Bemerkungen und wurde deshalb des Innenraums verwiesen. Trotz der sommerlichen Temperaturen wurde es
auf dem Platz noch viel heißer, als zum Beispiel Mike Schaarschmidt sein siebtes Pokalspieltor in Minute 82 markierte.
Bei seinem wunderschönen Alleingang vernaschte er erst die Abwehr und überwand ebenso den Schlussmann M. Fehlau. Den Sieg machte
schließlich D. Richter perfekt, der nach dem 1:0 sein zweites Tor der Partie erzielen konnte (4:1 Endstand).