Chronik


Fast zeitgleich wurden, im Jahre 1908, die beiden Thumer Fußballvereine “Vigilant” und “Sportlust” gegründet, die sich im Jahre 1913 zur “Thumer Ballspielvereinigung 08” zusammenschlossen - kurz TBV 08.

Nach dem ersten Weltkrieg zählte man zu den spielstärksten Mannschaften im Kreis, was die Kreismeistertitel 1920 und 1928 belegen. Der “Arbeiterturnverein Thum”, welcher sich 1907 gegründet hatte, begann 1924 unter dem Namen “Fortuna Thum” mit Fußballspielen, schloss sich aber später dem TBV an. Während des zweiten Weltkrieges ruhte auch in Thum der Fußballsport.

Im Juni 1945 wurde der Wettspielbetrieb unter der Leitung von Fritz Barth unter dem Namen “Fortuna Thum” wieder aufgenommen. Durch den Wechsel der Trägerbetriebe änderte die Sektion Fußball noch dreimal ihren Namen:

von 1948 - 1952 “Wismut Thum”,

von 1952 - 1958 “Einheit Thum” und

ab 14. März 1959 “BSG Lokomotive Thum”.

Die erste Mannschaft trug ihre Punktspiele in der ersten Kreisklasse im Kreis Annaberg aus und ab 1952 im neu gegründeten Kreis Zschopau. In der Zeit von 1954 - 1962 konnte man fünfmal den Kreismeistertitel gewinnen, der Aufstieg in die Bezirksklasse gelang jedoch erst 1962. Nur ein Punkt fehlte im Jahr 1966 zum Klassenerhalt. Mit dem Kreismeistertitel 1972 kehrte man in den Bezirk zurück, stieg aber in der folgenden Saison wieder ab. Nachdem im Jahre 1975 die “BSG Lok Thum” erneut als beste Mannschaft des Kreises in die nächsthöhere Spielklasse startete, erfolgte 1976 der sofortige Abstieg.

Zur Wendezeit benannte sich die BSG in den “Eisenbahnsportverein Thum” - kurz ESV - um. Dieser Name währte allerdings nicht lange und man entscheid sich wieder für das Kürzel TBV 08. Zusammen mit den Handballern, den Volleyballern, der Koronarsportgruppe und den Schachspielern wurde der TBV 08 Thum unter fußballerischer Vorherrschaft, gegründet. Allerdings stehen die drei Buchstaben heute für “Turn- und Ballspielverein”. Der Tradition verbunden, werden jedoch das alte Emblem von 1913 und die Vereinsfarben schwarz - gelb verwendet. Seit 1994 wird wieder im Kreis Annaberg gespielt. Im Jahre 1997 gelang der TBV-Elf der Gewinn des Kreispokals.

Seit 1990 jagen nicht nur die Männer dem runden Leder nach, denn in diesem Jahr wurde eine sehr erfolgreiche Damenmannschaft gegründet.

1991 wurde zum ersten Mal das Mitternachtsturnier ausgetragen. Es zählt längst schon zum verrücktesten Hallenturnier in Sachsen. Ins Leben gerufen wurde es vom langjährigen Vereinsvorsitzenden Frieder Neuber. In den Anfangsjahren spielte man nonstop 24 Stunden durch und seit ein paar Jahren wird ab Freitag 18.00 Uhr bis Samstag Früh ca. 02.00 Uhr gespielt. Um 08.30 Uhr wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen und endet meist Sonntag Morgen gegen 03.00 Uhr!

Während der Saison "2003/ 2004 gab es einen Einschnitt. Einige Spieler lösten sich aus dem TBV heraus und traten in den neu gegründeten Ehrenfriedersdorfer Club FC Greifenstein 04 ein. Darunter war auch das Erfolgsteam der TBV-Damen. Damit zählt der TBV gegenwärtig folgende Abteilungen: Herren- und Juniorenfussball, Volleyball sowie die Koronarsportgruppe.

Das Jahr 2005 war in doppelter Hinsicht für den TBV ein Erfolg: am 01. Mai gewann die Herrenmannschaft um Teamleiter Frank Hegewald den Kreispokal. Ein sensationeller 4:1-Erfolg über die Ehrenfriedersdorfer Mannschaft "FC Greifenstein" brachte das, was zuletzt 1997 gelang. Dazu kam nach einer nahezu fehlerfreien Hinrunde der Aufstieg in die Kreisliga. Aus eben dieser Spielkasse ist der SV Jahnsbach 2005 abgestiegen. Wissend um die Schwierigkeit diese Klasse zu halten, bemühte man sich für die Saison 2005/06 im Männerbereich um Unterstützung aus Jahnsbach, mit dem Ziel gemeinsam den Fußball der Stadt Thum zu prägen. Klaus Bergmann und Frank Hegewald betreuten gemeinsam die Mannschaft, was ihnen hervorragend gelang. Man war zur Winterpause Tabellenführer der Kreisliga Annaberg. Die Jahnsbacher Spieler und auch Bergmann verließen den TBV allerdings zur Winterpause wieder, die Gründe hierfür blieben im Verborgenen. Am Saisonende stand der TBV auf Tabellenrang 4.

2007 folgte der erneute aber unglückliche Abstieg in die 1. Kreisklasse. Bodo Capek übernahm die Betreuung der Herrenmannschaft und sollte versuchen das junge Team im Kreis zu etablieren.

Im Juni 2008 feierte der Thumer Fußball sein 100. Bestehen.

Nach der Winterpause 2008/ 09 (Herbstmeister) verließ Capek die Thumer und stieg bei der Ehrenfriedersdorfer Reserve ein. Eine geringe Trainingsbeteilugung und vier verlorene Hartplatzspiele waren für den Trainer Grund genug. Matthias Haase leitete das Team übergangsweise und feierte gleich im ersten der acht verbleibenden Spiele einen Erfolg über Jahnsbach. Nachfolgend stieg Wolfgang Kirmse als Trainer ein. Am Ende stieg Thum als Tabellendritter hinter Bärenstein in die Kreisliga auf, weil Pöhla das erst durch ein Urteil des Sportgerichts nachträglich zum Meister der 1. Kreisklasse gekürt wurde, sein Aufstiegsrecht verweigerte. Wolfgang Kirmse verpflichtete sich als Trainer für die Saison 2009/10.

Seit dem Frühjahr 2009 hat der TBV 08 Thum einen neuen Präsident. Frank Hegewald tritt die Nachfolge von Frieder Neuber an. Auch die Leitung der Abteilung Fußball wurde personell verändert.

Dem Aufstieg in die Annaberger Kreisliga folgte im Sommer 2010 der direkte Wiederabstieg. Viele verletzte Spieler und eine geringe Trainingsbeteiligung können als Gründe für das schlechte Abschneiden genannt werden.
Die Saison 2010/11 gilt als eine der Härtesten, denn seit 01.07.2010 sind die vier alten Kreisverbände zum neuen KVF Erzgebirge zusammengefasst. Damit geht eine Strukturreform einher die besagt, dass es ab 11/12 nur noch drei Kreisliga-, drei 1. Kreisklasse- aber dafür fünf Staffeln in der 2. Kreisklasse geben wird. Alle 1. KK-Vertreter, die schlechter als Platz 6 positioniert sind, steigen im Sommer 2011 in die 2. KK ab.

Die Herrenmannschaft des TBV 08 Thum behält die Nase im engen Kampf um die wichtigen Nichtabstiegsplätze knapp vorn. Somit verbleibt Thum in der 1. Kreisklasse. Bedingt durch das Aufrücken einiger A-Jugendspieler und zahlreicher Zugänge, fühlt sich der Verein im Stande, zusätzlich ein Reservisten-Team zu bilden. Dieses geht in der 2. Kreisklasse auf Punktejagd. Als Übungsleiter für die Herren konnte Peter Berger aus Gelenau gewonnen werden.
Die D-Juniorenmannschaft startet 2011/12 als Spielgemeinschaft gemeinsam mit dem TSV Geyer in die Wettbewerbe.
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